N57 von BMW: Wenn Hauptlagerschäden zum Dauerthema werden

Das Top-Modell von BMW, der Reihensechszylinder, galt lange Zeit als zuverlässiger Dauerläufer. Doch treten vermehrt Hauptlagerschäden auf, ohne dass hierfür ein offensichtlicher Grund erkennbar ist. Eine Motorinstandsetzung sollte daher unbedingt von Fachleuten durchgeführt werden, um weitere Schäden zu vermeiden. Vertrauen Sie auf Experten, wenn es um die Reparatur Ihres wertvollen BMW-Motors geht – denn nur so können Sie sicher sein, dass Ihr Fahrzeug wieder in Bestform ist.

Hauptlagerschaden N57
Es sind eindeutige Schäden am Hauptlager und Pleuellager zu erkennen. Eine Reparatur des Motors ist dringend erforderlich.

Der N57 Motor ist zweifellos ein Meisterwerk der Technik. Mit seinen sechs Zylindern, einem Hubraum von 3 Litern und einer Leistungsspanne von 204 bis 381 PS (abhängig von der Ausbaustufe) sowie einem Drehmoment von 430 Nm bis zu beeindruckenden 740 Nm setzt er Maßstäbe in der Motorenentwicklung. Seit seiner Produktion im Jahr 2008 wird er kontinuierlich weiterentwickelt und ist auch heute noch in Produktion. Leider häufen sich jedoch die Berichte über Hauptlagerschäden bei diesem ansonsten herausragenden Motor.

In unserer renommierten Motorschmiede GmbH haben wir eine Vielzahl von Kunden, die sich mit einem N57 Motor mit Lagerschaden an uns wenden. Es ist besorgniserregend, dass diese Schäden in der Regel schon bei Laufleistungen von 170.000 bis 250.000 km auftreten. Wir sehen uns wöchentlich mit mindestens einem defekten N57 Motor konfrontiert, was für einen Motor mit einem solch beeindruckenden Hubraum einfach nicht akzeptabel ist. Unsere erfahrenen Instandsetzungsexperten, die sich seit einem Jahrzehnt ausschließlich mit der Reparatur von BMW Motoren beschäftigen, sind sich einig: Bei einem Motor dieser Klasse sollten solche Probleme nicht auftreten.

Der Motorblock des N57 besteht vollständig aus Aluminium, während die Hauptlagerschalen aus gesintertem Material gefertigt sind. Die geschmiedete Kurbelwelle ruht auf insgesamt 7 Lagern, um eine optimale Leistung zu gewährleisten. Die trockenen Laufbuchsen, in denen die Kolben gleiten, benötigen keine spezielle Nikasil-Beschichtung und sind daher äußerst robust und langlebig.

abgenutzte Hauptlager 2

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Das Problem und die Ursachen für einen Hauptlagerschaden

Bei unseren Patienten konnten wir deutliche Schäden am Hauptlager 4 feststellen, wobei auch die Lagerschale mit gedreht ist. In schwerwiegenden Fällen kann es sogar vorkommen, dass sich die Lagerschale aufgrund unzureichender Ölschmierung mit der Kurbelwelle „verschmilzt“. Dadurch wird nicht nur das Lager beschädigt, sondern auch die Kurbelwelle kann so stark in Mitleidenschaft gezogen werden, dass ein Austausch erforderlich ist. Sowohl die Haupt- als auch die Pleuellager zeigen deutliche Abnutzungsspuren. Eine Lagerschale ist ein entscheidendes Bauteil eines Lagers, das dazu dient, die Reibung zwischen beweglichen Teilen zu minimieren und somit die Lebensdauer des Motors zu erhöhen. Üblicherweise bestehen Lagerschalen aus Metalllegierungen wie Aluminium, Stahl, Kupfer oder gesintertem Material.

Die Hauptursache für dieses Problem liegt häufig bei der Ölpumpe. Zunächst war eine Flügelzellenölpumpe verbaut worden, die jedoch ausgetauscht wurde, ohne eine Verbesserung zu erzielen. Es kam auch mehrfach vor, dass die Schraube, welche die Kette mit der Pumpe verbindet, abriss und nach einigen Kurbelwellendrehungen zu einem Motorschaden führte. Es ist möglich, dass die Ölpumpe aufgrund von Verstopfungen im Saugsieb den Öldruck nicht aufrechterhalten kann oder sogar komplett ausfällt. Diese Verstopfungen entstehen oft durch Metallspäne, die durch den Abrieb der Lagerschalen entstehen.

Um solche Probleme vorzubeugen, ist es ratsam den Ölstand regelmäßig zu überprüfen und die Wechselintervalle des Öls einzuhalten. Ein Austausch der Ölpumpe gegen ein leistungsstärkeres Modell kann ebenfalls dazu beitragen, die Lebensdauer des Motors zu verlängern. Es ist daher wichtig, präventive Maßnahmen zu ergreifen, um mögliche Schäden am Motor zu vermeiden.

Weitere Schwierigkeiten mit dem N57-Motor.

Abgesehen von den Hauptlagerschäden gibt es beim N57 auch Probleme mit dem AGR-Kühler. Anzeichen für eine Verunreinigung oder einen Defekt des Ventils sind zum Beispiel unrunder Leerlauf, erhöhter Kraftstoffverbrauch und Rauchentwicklung aus dem Auspuff. Auch Schwierigkeiten mit der Steuerkette sind keine Seltenheit. Sollten Sie also ein Rasseln beim Kaltstart hören, empfiehlt es sich, eine Werkstatt aufzusuchen, um zu überprüfen, ob Ihre Steuerkette noch intakt ist.

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N57 Ölpumpe 50d

Hauptlager Spindeln: Reparatur ohne Austauschmotor

Um nicht auf einen Austauschmotor zurückgreifen zu müssen, wenn die Hauptlagerbrücken oder die Hauptlagergasse am Motorblock beschädigt wurden, kann man diese spindeln (Umbohren). Dieser Prozess erfordert eine gründliche Reinigung des Motorblocks und Hauptlagerbrücken. Anschließend müssen die Lagerbrücken am Motorblock befestigt werden, dies geschieht nach bestimmten Werksvorgaben. Es folgt eine präzise Ausrichtung und Fixierung, bevor die eigentliche Bohrung beginnen kann. Oft werden dabei gleichzeitig zwei Hauptlager auf etwa 3/4 des endgültigen Übermaßes gespindelt. Nachdem alle Lager fertig bearbeitet sind, erfolgt eine letzte Bohrung, um sicherzustellen, dass alle Bohrungen exakt gleich sind.

Anschließend können passende Übermaß-Lagerschalen verwendet werden, um die Kurbelwelle wieder einzubauen. Dieser Prozess ermöglicht es, den Motorblock zu reparieren, ohne auf einen Austauschmotor angewiesen zu sein und somit Kosten zu sparen. Mit dieser Methode können Motorschäden effektiv behoben werden, ohne gleich den gesamten Motor austauschen zu müssen. Dies stellt eine wirtschaftliche und nachhaltige Lösung dar, um die Lebensdauer des Motors zu verlängern und die Funktionalität des Fahrzeugs zu erhalten.

Reparatur unmöglich: Ein Austauschmotor muss her

Falls die Risse oder Abnutzungen so schwerwiegend sind, dass eine Reparatur nicht mehr möglich ist, muss man auf einen Austauschmotor zurückgreifen. Ein Austauschmotor ist ein überholter Motor, bei dem alle Teile überprüft und gegebenenfalls ausgetauscht wurden.

Durch den Austausch des alten Motors gegen einen überholten entsteht ein Altteilpfand. Doch was bedeutet das genau? Das Altteilpfand bezieht sich auf die Gebühr, die der Käufer zahlen muss, wenn er das alte defekte Motoraggregat nicht zurückgibt. Normalerweise wird diese Gebühr zurückerstattet, sobald das alte Aggregat zurückgegeben wird, um es recyceln oder wiederverwenden zu können. Dies soll einen umweltfreundlichen und ressourcenschonenden Umgang mit Altteilen fördern.

Bei der Motorschmiede GmbH bieten wir auch Austauschmotoren an. Besuchen Sie einfach unseren Austauschmotor Shop, um weitere Informationen zu erhalten. Wenn Sie betroffen sind, zögern Sie nicht, uns eine Anfrage zu senden oder anzurufen. Sie können auch direkt zu unseren N57 Austauschmotoren gehen und selbst stöbern.

Wie kann ich feststellen, ob mein Lager beschädigt ist?
Gibt es erkennbare Hinweise darauf?

Klopfgeräusche, die bei Problemen im Lager auftreten können, sind am häufigsten zu hören. Sie beginnen leise beim Starten des Motors im kalten Zustand, werden jedoch mit steigender Temperatur immer lauter und verstärken sich sogar beim Gasgeben. Diese Geräusche können auftreten, wenn das Lager zwischen Kolben und Kurbelwelle beschädigt ist, beispielsweise durch defekte Lagerschalen oder eine lose Schraube, die zu einem klopfenden Geräusch führen. Neben den charakteristischen Motorgeräuschen sind weitere Symptome typisch für Probleme mit Pleuellager und Lagerschalen:

  • zu niedriger Öldruck
  • Kein Start des Motors mehr möglich
  • Der Motor ist während der Fahrt ausgegangen und lässt sich nicht mehr starten
  • Späne im Motoröl und Motorölfilter

Wenn sie mehr über vorbeugende Maßnahmen für Pleuellager wissen wollen, dann besuchen sie auch die Seite:

Vorbeugende Pleuellager Maßnahmen

Sie erkennen sich hier wieder und wollen eine Instandsetzung? Oder wollen präventiv Maßnahmen ergreifen?

Es empfiehlt sich, regelmäßige Inspektionen durchzuführen, um Schäden zu vermeiden. Besonders ab 100.000 km ist es ratsam, den Fehlerspeicher überprüfen zu lassen. Dies kann wichtige Informationen liefern und ermöglicht es, präventive Maßnahmen zu ergreifen, um schwerwiegende oder nicht mehr reparierbare Motorschäden zu verhindern. Jeder Motor hat seine individuellen Schwachstellen, aber regelmäßige Vorsorgemaßnahmen können helfen.

Bitte nehmen Sie gerne direkt Kontakt mit uns auf, um einen Termin zu vereinbaren oder rufen Sie uns einfach an.

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