Motorschaden am Auto – die Symptome

Motorschaden am Auto ? Was müssen Sie als Besitzer Wissen und worauf sollten Sie achten.

Motorschaden am Auto – die Symptome

Der Motorschaden, die Angst jedes Autofahrers, passiert in der Regel nicht von jetzt auf gleich. Meist zeigen sich schon einige tausend Kilometer vorher Symptome, die für einen Defekt sprechen, der zu einem Motorschaden führen kann.

  1. farbiger Rauch aus dem Auspuff

    Blauer Rauch Weißer Rauch
    Kommt aus dem Auspuff bläulicher Rauch spricht das dafür, dass der Motor Öl verbrennt. Dazu zeigt das Auto einen höheren Ölverbrauch als sonst. Die Ursache sind in der Regel defekte bzw. verschlissene Dichtungen.

    Zeigt sich auch bei Ihrem Auto blauer Rauch, fahren Sie sofort in die Werkstatt. Werden die defekten Dichtungen frühzeitig ersetzt, muss es erst gar nicht zum Motorschaden kommen.

    Ist die Abgaswolke Ihres Wagens weiß, ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass Kühlwasser verbrannt wird. In der Regel geht hierbei früher eine Warnleuchte im Cockpit an, da der Stand des Kühlwassers zu niedrig ist. Der Grund hierfür liegt an einer kaputten Zylinderkopfdichtung. Auch hier hilft eine rechtzeitige Reparatur dabei, einen Motorschaden zu verhindern.
  2. schaumiger Öldeckel oder weiße Flüssigkeit am Deckel

    Öffnet man den Öldeckel bzw. wirft man einen Blick in den Öleinfüllstutzen und es zeigt sich weiße Flüssigkeit bzw. weißer Schaum ist ebenfalls ein Besuch der Werkstatt notwendig. Beide Symptome sprechen nämlich dafür, dass Kühlwasser des Autos ins Motoröl gelangt ist. Auch hier liegt die Ursache in einer defekten Zylinderkopfdichtung, die man sofort austauschen muss, wenn man nicht früher oder später mit einem Motorschaden liegen bleiben möchte.

  3. Mangelnde Motorleistung

    Zeigt dein Auto von jetzt auf gleich plötzlich eine schlechtere Motorleistung, kann das ein Anzeichen für einen späteren Motorschaden sein. Schadensabhängig, wie zum Beispiel den Verlust der Kompression aufgrund eines hohen Verschleißes kann ein kapitaler Motorschaden die Folge sein. Auch kleinere Mängel können dafür sorgen, dass die Leistung deines Autos schlechter wird. Aus diesem Grund solltest du bei diesem Symptom immer eine Autowerkstatt aufsuchen, auch, wenn nicht immer ein Motorschaden die Folge sein muss.

  4. extrem hoher Ölverbrauch

    Wer viel fährt hat auch einen höheren Ölverbrauch. Sämtliche Dichtungen im Auto werden früher oder spätr undicht, wodurch es zu einem gesteigertem Ölverbrauch kommt. Aus diesem Grund sollte man genau aufpassen, wie viel und vor allem wie oft man Öl nachfüllen muss. Dabei ist von der Faustregel auszugehen, dass abhängig vom Motoren- und Fahrzeugtyp ein Ölverbrauch von einem Liter auf tausend Kilometer völlig normal ist.

  5. seltsame Motorengeräusche

    Eigen sich ungewöhnliche Geräusche, wie Klackern, Klopfen oder tickern, hat der Motor oder sein Nebenaggregat ein Problem. In diesem Fall ist der Besuch in einer KFZ-Fachwerkstatt unerlässlich. Hier wird das Auto an ein Diagnosegerät angeschlossen, um die Ursache zu ermitteln, die anschließend fachgerecht behoben wird.

  6. Schmutz und Metallspäne im Motoröl

    Da Motorenöl über die Zeit immer mehr Verbrennungsrückstände aufnimmt, wird es auch deutlich zähflüssiger, wodurch es in seiner Funktion, der Schmierung und Kühlung des Motors beeinträchtigt wird. Aus diesem Grund sollte ein regelmäßiger Austausch von Motoröl und Ölfilter erfolgen. Fällt beim Ölwechsel auf, dass sich im alten Öl starke Verschmutzungen oder gar Metallspäne zeigen, ist auf einen Defekt zu schließen, der behoben werden muss, um einen Schaden am Motor zu verhindern.

  7. Probleme beim Starten

    Macht dein Auto Probleme beim Starten, ist das ein deutliches Symptom für hohen Verschleiß und kann natürlich auch für einen folgenden Motorschaden sprechen.

Motorschaden am Auto

Die zehn häufigsten Auslöser

Der Motorschaden ist eine der Schäden, die dem Autofahrer am meisten verhasst sind. Muss der Motor ausgetauscht werden, fallen meist mehrere Tausend Euro Reparaturkosten an. Geld, das sich nicht immer lohnt zu investieren, vor allem, wenn man ein älteres Fahrzeug-Modell fährt. Trotzdem bedeutet ein Motorschaden nicht, da das betroffene Fahrzeug wertlos ist.

Trotzdem muss man es nicht immer so weit kommen lassen, denn ein Auto mit Motorschaden zieht auch immer ein logistisches Problem nach sich. Vor allem wenn man Schicht arbeitet oder einen Arbeitsplatz hat, der nur schwer oder gar nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist. Aus diesem Grund haben wir für Sie die zehn häufigsten Gründe gesammelt, die der Auslöser für einen Motorschaden sein können. Besonders, wenn die Wartung des Fahrzeugs vernachlässigt wird.

  1. Keil- oder Zahnriemen Steuerkette gerissen – auf keinen Fall das Auto starten

    Der Zahnriemen muss über die Kilometer hohen thermischen und physikalischen Belastungen

    standhalten. Ständig vorherrschende Feuchtigkeit tut ihr Übriges dazu. Daneben muss der Riemen über entsprechend Flexibilität verfügen und biegsam sein. Darf dabei aber auch nicht ausleiern. Reißt der Zahn- oder Keilriemen, kollidieren Ventile und Kolben. Die Folge, ein kapitaler Motorschaden.

    Problematisch beim Zahn- bzw. Keilriemen ist, dass es sich nicht vorher ankündigt, wenn die Gefahr des Reißens besteht. Aus diesem Grund ist die regelmäßige Wartung des Keil- und Zahnriemens unerlässlich. Es gilt die Faustregel, dass der Zahn- und/oder Keilriemen, Steuerketten alle 80.000 – 120000 Kilometer ausgetauscht werden sollten.

  2. Ölwechseln nicht vergessen

    Das Motorenöl ist nicht nur für die Kühlung des Motors zuständig, sondern sorgt auch für entsprechende Schmierung. Wird der Ölwechsel vernachlässigt, kommt es früher oder später zu einem Motorschaden. Das Auto bleibt ganz plötzlich stehen und kann nicht mehr gestartet werden. Aus diesem Grund ist der Ölwechsel unerlässlich. Daneben muss auch regelmäßig der Ölstand geprüft werden.

  3. Motorverschleiß

    Auch normale Verschleißerscheinungen können früher oder später zu einem Motorschaden führen.

  4. Der falsche Kraftstoff

    Tankt man sein Auto mit dem falschem Kraftstoff, also ein Benziner mit Diesel oder einen Diesel mit Benzin, führt das definitiv zum kapitalen Motorschaden. An sich kann das Tanken des falschen Kraftstoffs ausgeschlossen werden aufgrund der unterschiedlichen Einführstutzen der Zapfsäule. Doch treten immer noch Fälle auf. Sollten Sie versehentlich den falschen Kraftstoff, dürfen Sie das Auto auf keinen Fall anlassen. Der falsche Kraftstoff muss erst abgepumpt und der Tank gereinigt werden. Anschließend muss der richtige Kraftstoff eingefüllt werden.

  5. Überdrehter Motor

    Ein ständiges Überdrehen des Motors ist für das Auto Gift. Warum ist schnell erklärt, denn Ventile, Kolben, Zylinder und Lager überhitzen, wodurch der Ölschmierfilm abreißen kann. Zum Überdrehen das Motors kann es kommen, wenn sich ständig verschalten wird, zum Beispiel vom dritten Gang ganz plötzlich in den ersten.

  6. Beschädigte Zylinderkopfdichtung

    Die Zylinderkopfdichtung sorgt dafür, dass der Kreislauf der Kühlflüssigkeit und der Ölkreislauf voneinander getrennt sind. Ist die Zylinderkopfdichtung defekt besteht die Gefahr einer Überhitzung, da das Fahrzeug Öl und Kühlmittel verliert. Noch schlimmer wenn Kühlflüssigkeit in den Verbrennungsraum gelangt oder Öl in den Kühlmittelkreislauf.

  7. Hochwasser

    Tiefe Pfützen und Hochwasser sind ein Problem. Spätestens wenn das Wasser bis zur Stoßstange reicht wird es Problematisch, da das Fahrzeug keine Luft mehr ansaugt, sondern Wasser. Ein Motorschaden ist garantiert.

  8. Die Überhitzung des Motors

    Gerade wenn man im Stau steht, kann der Umstand eintreten, das der Motor früher oder später hieß führt. Eben diese Überhitzung ist ein Problem, da bei zu starker Hitze der Ölschmierfilm abreißt wodurch ein kapitaler Motorschaden vorprogrammiert ist. Stehen Sie mit einem älteren Auto Modell im Stau, schalten Sie unbedingt die Klimaanlage ab und aktivieren Sie stattdessen die Heizung. Dadurch wird die hohe Temperatur sehr schnell an den Fahrzeug Innenraum abgegeben und die Temperatur des Kühlwassers heruntergekühlt. Schalten Sie auf keinen Fall das Auto aus, da bei älteren Auto Modellen auch die Lüfter deaktiviert werden.

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